EcoAustria Studie im Auftrag der Industriellenvereinigung Oberösterreich
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Österreich verfolgt weiterhin das Ziel, Klimaneutralität bereits bis 2040 zu erreichen und damit zehn Jahre früher als die Europäische Union. Welche volkswirtschaftlichen Auswirkungen ein solches nationales Vorziehen mit sich bringt, untersucht die neue EcoAustria-Studie „Klimaneutralität in Österreich 2040: Volkswirtschaftliche Herausforderungen“ im Auftrag der Industriellenvereinigung Oberösterreich.
Die Analyse zeigt, dass Österreich seit 2005 bereits deutliche Fortschritte erzielt hat. Die Treibhausgasemissionen wurden um 28 Prozent reduziert, während das reale Bruttoinlandsprodukt im selben Zeitraum um 25 Prozent gestiegen ist. Der Energieverbrauch ging um sieben Prozent zurück. Für den industrie- und exportorientierten Standort Oberösterreich bleibt die nächste Etappe der Dekarbonisierung dennoch besonders anspruchsvoll.
Die Modellrechnungen von EcoAustria zeigen, dass im Basisszenario der EU-Klimaziele im Jahr 2040 noch Nettoemissionen von rund acht Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten verbleiben. Um bereits 2040 Netto-Null zu erreichen, braucht Österreich zusätzliche Reduktionen in dieser Größenordnung. Dafür ist laut Studie eine zusätzliche Treibhausgas-Bepreisung von knapp 400 Euro pro Tonne CO2-Äquivalent erforderlich.
Im zentralen Szenario liegt das reale BIP im Jahr 2040 um 1,7 Prozent niedriger als im Basisszenario der EU-Klimaziele. Das entspricht bezogen auf das BIP des Jahres 2024 einer um 8,5 Milliarden Euro geringeren Wirtschaftsleistung. Die Beschäftigung liegt um 0,7 Prozent beziehungsweise rund 30.000 Personen niedriger.
Aus den Ergebnissen leitet EcoAustria folgende Handlungsempfehlungen ab:
• Eine stärkere europäische Koordinierung der Klimapolitik und Vermeidung nationaler Alleingänge
• Technologieoffene Rahmenbedingungen statt starrer regulatorischer Vorgaben
• Schnellere Genehmigungsverfahren für Energieinfrastruktur, Netze, Speicher und Produktionsanlagen
• Ein rascher Ausbau klimafreundlicher Energie- und Industrieinfrastruktur
• Bessere Standortbedingungen für Investitionen in klimafreundliche Produktion
• Stärkere Priorisierung marktwirtschaftlicher Instrumente gegenüber ordnungspolitischen Vorgaben
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Eco Austria - Institut für Wirtschaftsforschung